Vereinsgeschichte

Vereinsgründung 1997

 

Eisenbahnbegeisterte Männer aus Wiesloch und Umgebung trafen sich ab 1997 (anfangs in der Gaststätte der Tennishalle in Leimen) und schmiedeten konkrete Pläne zur Gründung eines Vereins. Das Ziel: Teile der inzwischen stillgelegten Bahnlinie vom Staatsbahnhof Walldorf / Wiesloch über Wiesloch Stadt nach Meckesheim bzw. Waldangelloch im Modell wieder entstehen zu lassen.

 

Wie sollte man das angehen? Ein Konzept musste her, ein Raum organisiert und weitere Mitstreiter gesucht werden. Zudem fehlten auch noch die finanziellen Mittel. So begann unser Gründungsmitglied Franz Stier an der Volkshochschule Rauenberg an 10 Abenden mit Vorträgen zum Thema Wieslocher Nebenbahnen. Diese Vorträge waren gut besucht. Sie führten zu einem Raum in der Rauenberger Schule. So konnte der Bau der Anlage beginnen. Federführend war unser Gründungsmitglied und 1. Vorsitzender Klaus Hettler. Die von Franz Stier zusammengetragenen historischen Dokumente waren eine sehr gute Grundlage für den Bau der Anlage. Neben dem authentischen Gleisplan, der den Bahnhof in seiner größten Ausdehnung zeigt, stellte vor allem der originalgetreue Nachbau der Gebäude eine Herausforderung dar. Unsere Mitglieder Walter Wagner und Jürgen Bauer nahmen sich dem an und stellten Gebäude auf die Anlage, die auch heute noch viele Wieslocher in Erinnerungen schwelgen lassen. Sehr schön dargestellt werden konnte der Streckenast Richtung Rauenberg. Die Weinberge, die Feldbahn zur Ziegelei Bott, ein Schrottplatz, und eine sehr schön in die Landschaft eingebettete Bahnlinie ließen den „Entenmörder“ wieder lebendig werden.

Die Anfänge unserer Anlage in der Mannabergschule in Rauenberg

Umzug nach Wiesloch

 

Wegen Eigenbedarfs der Schule musste der Verein den Raum verlassen. Nach einer kurzen „Asylzeit“ bei unserem befreundeten Verein, dem Feldbahn- und Industriemuseum Wiesloch, konnte unser neues Domizil im Dachgeschoss des Session Kulturwerks in Walldorf bezogen werden.

Der Verein hatte somit eine größere Fläche zur Verfügung. Die Anlage wurde nun Richtung Staatsbahnhof verlängert. Um den Lokomotiven und Zügen eine Heimstatt zu bieten, fanden ein Bahnbetriebswerk und ein Abstellbahnhof Platz.

Zwei Segmente wurden mit selbstfahrenden Automobilen (Faller Car System) versehen. Die „TIKO“ und die „Wellpappe“ entstanden "en miniatur".

Doch auch dieser Raum stand leider nur zeitlich begrenzt zur Verfügung. Der Verkauf des Gebäudes brachte schließlich die Kündigung des Mietvertrages. Wieder begann die Suche nach einem neuen Domizil.

Unser ehemaliges Domizil im Session Kulturwerk

 

Neue Heimat: der Alte Stadtbahnhof in Wiesloch

 

Dank der Hartnäckigkeit unseres Mitgliedes Frank Pfister sowie der Fürsprache einiger Wieslocher Stadträte, unter anderem Herrn Klaus Rothenhöfer, konnte 2011 ein Teil des ehemaligen Güterschuppens des alten Stadtbahnhofs in Wiesloch an den Verein übergeben werden. Und genau dort gehört das wunderschöne Modell auch hin.

Der bauliche Zustand des Güterschuppens war alles andere als für die Zwecke des Vereins geeignet. Der Verein brachte sehr viele Stunden und sein ganzes Vermögen für die Grundsanierung des Güterschuppens auf. Eine schweißtreibende Arbeit, die sich aber in vollem Umfang gelohnt hat. Ein wahres Schmuckstück ist der Raum geworden. Am 25. März 2012 konnte im Beisein des stellvertretenden Bürgermeisters und einiger Stadträte die Einweihung gefeiert werden.

Der Gleisplan der Modellbahnanlge wurde durch Verknüpfung aller drei Streckenäste und der Inbetriebnahme zweier Abstellbahnhöfe geändert. Somit ist ein sehr abwechslungsreicher, voll automatisierter Betrieb möglich. Unser Technik- und IT-Spezialist Alexander Dobler hat dieses Projekt maßgeblich umgesetzt.

Erledigt werden muss noch die weitere Ausgestaltung der Anlage mit liebenswerten Details aus der näheren Umgebung.

Unser neues Domizil vor dem Umbau

Bilder von den Umbauaktivitäten

Einweihung unseres neuen Domizils im Alten Stadtbahnhof im März 2012

Bilder: Alexander Dobler, Ralf von der Weth, Dieter Zimmermann und Moritz Link

Text: Ralf von der Weth, Schriftführer